OUTATIME: BEST ARTIST STATEMENTS EVER!

Weil es so schön ist, stellen wir in dieser Rubrik die besten Zitate und Statements von und über KünstlerInnen der Gegenwart, Vergangenheit und Zukunft zusammen. Die Textauszüge sind Material, das ohnehin im Einverständnis der KünstlerInnen publiziert wurde.

Frank Gehry, Non-Architekt, 2005.

„Talent is liquefied trouble.“

 

David Hockney, Maler.

„Die wichtigste Voraussetzung, um Optimist zu bleiben, ist ein schlechtes Gedächtnis.“

 

Markus Lüpertz in einem Interview vom 2. Mai 2010. Auszug.
Lüppertz beschreibt sein Kunstprojekt an der Zeche Nordstern im Rahmen der Ruhr 2010.

„Ich mach jetzt einen Herkules. Der ist 18 m hoch. Das muss man sich mal überlegen. Das mache ich wie immer alles selbst, weil ich es nicht deligieren kann. Wenn das schon einer antatscht werde ich nervös. Das ist mir unerträglich. Also im Gegensatz zu meinen Kollegen, die das abgeben an eine Gießerei – die machen das dann so groß wie du willst – bleibt mir nichts anderes über als es selbst zu machen. Ich machs in drei Sequenzen. Ich hab zuerst die Beine gemacht, jetzt hab ich den Körper fertig und bin gerade beim Kopf. Der Kopf allein ist schon 5 m hoch. Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Der Kopf ist natürlich proportional sehr viel größer als die übrige Skulptur, weil sie auf ein 90 m hohes Haus kommt. Da kann man nur scheitern. Selbst im Faschismus gibt es nicht so große Sklupturen.“

 

Die Künstlerin Elena Muti, aus der Zeitschrift WIENER, April 2016.

„Mein stilistisch heterogenes Werk zeichnet sich durch Vielfalt aus. Ich thematisiere Fragen der (multiplen) Identität im Spannungsfeld einer durch die sozialen Medien beschleunigten und zunehmend transparenter werdenden realität. Im Mittelpunkt meiner Arbeit steht die Kunst der Aneignung, in der ich auf vergangene Kunstsprachen zurückgreife und sie für die Gegenwart adaptiere.“

 

Bhagwan Shree Rajneesh, 1982

„Don’t bite my finger, look at where I’m pointing.“

 

Peter Weibel in “LOGO-KUNST. Eine Künftige Methode Der Bildbetrachtung.” In Philosophen-Künstler, edited by G.-J. Lischka. Berlin: Merve, 1986. (Lesenswert!)

„Verehrte Damen und Herren, ich möchte heute als Wortmaler, Lautdichter und Bildredner zu Ihnen sprechen von einer Reise, die noch nicht zu Ende ist, von einer Reise in the belly of the beast, in den Bauch des Biestes, in das Herz der Finsternis.
Da diese Reise noch nicht zu Ende ist, sind meine Reiseberichte, meine Forschungsergebnisse noch nicht endgültig, weder zu Ende, noch gültig, weder endgültig in ihrer Form, noch endgültig in ihren Aussagen.
Ich bitte Sie daher um Nachsicht und Geduld, sollte ich mich unverständlich oder gar falsch ausdrücken.“